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Gründen Sie Ihre eigene Business-Networking-Plattform

Sie wollen mit Ihrem Netzwerk, mit Ihrem Verband, Ihrer Organisation, Ihrem Unternehmen oder Ihrer Community noch besser kommunizieren. Sie benötigen dazu ganz spezielle Module oder Software in Ihrem Social Network, damit Sie die Inhalte besser kommunizieren können? Wir machen das für Sie!

Was Sie alles brauchen und wir für Sie alles entwickeln könnten:

– Projekt-Management-Tool

– Virtuelle Messe – auch 3dimensional

– Virtuelle Konferenzräume/Klassenzimmer

– Webinar-Tool

– Online-Büro

– Termin-Verabredungs-Tool

– Shops

– eLearning-Software ILIAS

– Börsen z.B. für Jobs, Kooperationen, Finanzen, usw.

– Radio-/TV-Tool

– WIKI

– Wissens-Management-Datenbank

– mindmapping

– Terminabsimmungs-Modul- wie Doodle

– oder andere spezielle – auf Ihre und die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe abgestellte – Tools

Diese Liste werden wir ergänzen, erweitern und vervollständigen – wir freuen uns auf Ihre Empfehlungen, Ideen und Wünsche.

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egovernment 2.0 – realitätsfremd oder visionär?

Wenn man sich ein wenig mit den bisherigen Aktivitäten im Internet von Verwaltungen und Behörden auseinandersetzt, dann staune ich, was in diesem sonst so verschrieenen schwerfälligen Bereich alles passiert. Man traut seinen Augen nicht und möchte meinen, dass man besser über andere Zielgruppen nachdenken sollte.

Bei meinem Ziel, alle relevanten Zielgruppen in das neue Community-Portal zu integrieren, ist aber der Bereich der öffentlichen Verwaltung unbedingt abzubilden.

Welche Gruppen wären zu berücksichtigen und welche Fragestellungen stellen sich dabei? Zu Beginn meiner Überlegungen ergeben sich für mich derzeit folgende Themen:

– Kommune – Land – Bund
Sicher  sind die Kommunen noch am Wenigsten auf die Web 2.0-Entwicklungen vorbereitet, sieht man einmal von einigen Städten ab. Obwohl gerade auf kommunaler Ebene der Informationsbedarf sowohl innerhalb der Mitarbeiter als auch gegenüber dem Bürger am größten sein dürfte.

Verwaltung – Kommunikation untereinander und mit dem Bürger
– warum sollten  VerwaltungsMA untereinander Kontakte schließen?
– wer hat sich innerhalb der Verwaltung etwas zu sagen? und was?
– Vorbilder schneller kommunizieren
– an Projekten innerhalb einer Verwaltung und/oder übergreifend arbeiten und lösen

Bürger = Kunde der Kommune
– schnellere und direktere Kommunikation,  kürzere Wege, Koordination vereinfachen?
– Verwaltungs-, Abwicklungs-Vereinfachung

Marketing der Kommune

Um einer Community einen sinnvollen Nutzen zu geben, müssen wir ein Modell entwickeln, welches nutzbringende Features oder Tools in der Community anbietet, die sich an andere Stelle nicht finden lassen und dem Nutzern einen bisher nicht gegebenen Mehrwert darstellt:

Bestandteile eines Modells der Community

– Networking der Mitarbeiter der „Verwaltung“ untereinander – innerhalb einer Behörde bzw. mit anderen Behörden
(Intranet)
– eLearning für Verwaltungs-MA
– Networking mit dem Bürger

Ähnlich wie bei Unternehmen ist auch bei öffentlichen Verwaltungen ein Umdenken nötig: Offenheit ist vonnöten. Der Nutzer bestimmt die Inhalte. Das birgt Risiken – aber auch viele Chancen auf eine intensivere Kommunikation innerhalb der Behörden und gegenüber dem Bürger.

Wer heute schon twittert in der Verwaltung:

Twitter:
Stadt Aachen – Presseamt
Stadt Ahlen
Gemeinde Ammerbuch
Stadt Arnsberg
und hier
Stadt Augsburg
Stadt Bad Dürkheim
Stadt Bad Wörishofen
Stadt Bamberg
Stadt Bayreuth
Gemeinde Biedesheim
Gemeinde Birresborn
Gemeinde Borgwedel

Stadt Braunschweig
Hansestadt Bremen
Stadt Burg
Stadt Dormagen
Stadt Dortmund
Stadt Düren
Stadt Duisburg
Gemeinde Dunningen
Stadt Erlangen und ihr Oberbürgermeister
Gemeinde Etzelwang
Gemeinde Feldafing
Stadt Filderstadt
Stadt Frankfurt am Main
Stadt Freiburg
Gemeinde Gauting
Stadt Geesthacht
Stadt Grevenbroich
Gemeinde Grötzingen

Stadt Gütersloh
Stadt Gummersbach
Stadt Hagen
Stadt Hamburg
Stadt Herzogenaurach

Stadt Hochheim
Gemeinde Hundsangen
Stadt Ingelheim
Oberbürgermeister von Kiel
Stadt Kassel
Stadt Kastelaun
Stadt Kitzscher
Stadt Köln
Gemeinde Kollnburg
Stadt Laatzen
Stadt Langenthal
Stadt Leipzig
Stadt Leutershausen
Stadt Liebenau
Stadt Lohmar
Stadt Magdeburg
Main-Taunus-Kreis
Stadt Mainz
Stadt Markgröningen
Stadt Mindelheim
Stadt Moers

Stadt München und hier
Stadt Neumünster
Stadt Nordenham
Stadt Nürnberg
Bürgermeister der Stadt Oberursel
Stadt Osnabrück
Stadt Paderborn
Gemeinde Planegg
Stadt Plauen
Stadt Potsdam
Stadt Ratingen
Stadt Regensburg
Stadt Reutlingen
Stadt Schneverdingen
Gemeinde Schömberg
Stadt Schramberg
Stadt Sinzig
Stadt Speyer
Stadt Steinheim
Stadt Tuttlingen

Stadt Wassertrüdingen

Stadt Weilheim
Gemeinde Weisel
Stadt Westerstede
Stadt Willich

Stadt Winterberg
Stadt Würzburg
Stadt Wunstorf

Österreich
Arno Abler, Bürgermeister der Stadt Wörgl, Österreich
Stadt Wörgl

Übrigens: In USA gibt San Francisco, CA, seinen Bürgern die Gelegenheit, mit der Stadt zu twittern.

Ich freue mich über weitere Infos zu Kommunen, die twittern.

Aachen: IHK 2.0 – Vision wird (nicht) Realität

So, wie hier formuliert (Aachen: IHK 2.0 – Vision wird Realität), war der Artikel ursprünglich gedacht – noch bevor man aus internen Gründen (unsere Plattform hatte zwar den Präsentations-Test bestanden und alle waren begeistert) die Realisierung an internen Umsetzungs-Problemen scheitern ließ und der folgende, vorbereitete Blog-Beitrag hinfällig wurde:

ihk-logoEs kommt einem mittleren Erdbeben gleich:

Die Industrie- und Handelskammer Aachen öffnet sich SocialMedia und installiert ein Business-SocialNetwork für die Nutzung durch seine Mitglieder:

Nach einer ganzen Reihe von Arbeitskreis-Sitzungen zwischen den IHK-Verantwortlichen und uns haben wir heute „grünes Licht“ für eine „neue Zeitrechnung“ bei der IHK Aachen erhalten – Schritt für Schritt stehen den IHK-Mitgliedern im Kammerbezirk Aachen Features in einer Community-Plattform zur Verfügung – kostenlos. Vorsichtig wagt man sich an dieses Kommunikations-Instrument heran, mit viel Bedacht und einer gehörigen Portion Respekt.

communityIm Vergleich zu anderen Kammern stürmen die Aachener allerdings voran und machen’s vor – das wichtigste Ziel der IHK-Networking-Plattform:

Manager sollen sich im Kammerbezirk schneller, einfacher und über neue Wege kennen lernen. Networking mit user-generated-content soll den Unternehmen helfen, sich zu präsentieren, neue Kontakte zu schließen, um daraus vor allen Dingen Geschäfte zu generieren.

Die Aachener IHK hat bei der Einführung von Web2.0-Inhalten damit die Führung übernommen, zeigt sich innovativ  und bietet neben bewährten Community-Tools auch Neues an. Sie folgen meiner Empfehlung, die Networking- zur Management-Plattform weiter zu entwickeln – und damit den Unternehmern einen wichtigen Grund zum Mitmachen zu geben und eine zusätzliche Unterscheidung zu anderen Plattformen anzubieten. Langfristig angelegte und marketing-relevante Gründe also, weshalb Manager  sich mit dieser Plattform auseinander setzen sollten.

Der Anfang wird noch eher an gewohnte Plattformen erinnern, doch weitere Optimierungen und Ergänzungen werden folgen, das anfängliche Menu dient einem ersten Kennenlernen und Auseinandersetzen mit Community-Angeboten.

Und darüber können sich Aachener Unternehmer freuen: Die wichtigsten neuen Tools sind auch gleichzeitig die Mehrwerte und Differenzierungs-Kriterien zu anderen Communities – und das, ohne Kosten für die Unternehmer:

profile– Neben Personen-Profilen können Unternehmer auf der Plattform auch echte Unternehmens-Profile eingeben und so potentiellen Interessenten auch nützliche Informationen zum Unternehmen vermitteln. Personen- und Unternehmens-Profile sind selbstverständlich miteinander verknüpft. Video-Clips und Firmen-Logos helfen bei einer 1A-Präsentation des Unternehmens.

– Häufig ist es schwierig oder zu langatmig, Produkte oder Dienstleistungen in schriftlicher Form darzustellen. Videos ergänzen deshalb die Unternehmens-Präsentationen. Sie werden bei Unternehmern immer beliebter, weil sie eine qualitative Verbesserung zur eigenen Vermarktung darstellen.

crm– Eine Community-Plattform soll in erster Linie ein Instrument zur Schaffung neuer Kontakte sein. Diese Kontakte müssen aber gepflegt werden, um langfristigen Erfolg zu bringen. Deshalb nutzen Unternehmen immer häufiger CRM-Programme (Customer Relationship Management). Die neue IHK-Community nutzt Erkenntnisse aus dem CRM und fragt den User bei Kontaktaufnahme zu einem neuen Kontakt, welche Maßnahme er mit diesem Kontakt plant, was er weiter mit dieser Person vorhat und öffnet ihm ein Fenster zur weiteren Vorgehensweise an. Er kann sich zusätzlich Termine zur Wiedervorlage und Erinnerung setzen. In einer „Aktivitäten„-Aufstellung werden alle Maßnahmen gesammelt (Postein- und -ausgänge, Anfragen zur Kontaktaufnahme und deren Bestätigung usw.). An Termine wird er per eMail erinnert, überschrittene Termine werden rot markiert. So behält er zu jeder Person die Übersicht.

vip-lounge– Die Einrichtung einer „Lounge„, die entweder ‚offen für jeden‘ oder nur ‚auf Einladung‘ hin betreten werden kann, dient dazu, zu  speziellen Themen eine „closed area“ einzurichten. Bilder, Videos, Dokumente und Gespräche werden dort nur unter den Lounge-Mitgliedern ausgetauscht. So können sich auf der gleichen Plattform bspw. Arbeitskreise, Projekt-Teams oder Management-Ebenen zum Austausch treffen.

– Selbstverständlich sind Fachleute der IHK auf der Plattform vertreten und stehen den Usern als Ansprechpartner und knowhowWissens-Vermittler per Klick zur Verfügung. Know-how kann direkt bei den zuständigen IHK-Fachkräften in Chats, Foren und den Lounges angezapft werden. Dadurch bietet dieses Netzwerk einen deutlichen Mehrwert an, den in anderen Communities niemand mit der Kompetenz zu vermitteln weiß.

Zunächst wird die IHK-Plattform nur auf regionaler Ebene im IHK-Bezirk zu nutzen sein. Gemeinsam mit der IHK Aachen werden unsere Anstrengungen aber ab sofort darauf gerichtet sein, die übrigen 79 IHKn in Deutschland davon zu überzeugen, das Aachener Modell zu übernehmen, damit jeder auch über den Kammerbezirk hinaus Kontakte knüpfen und pflegen kann. Durch das Engagement der IHK werden sicher auch Unternehmer sich intensiver mit diesem Thema befassen.

Tja, so sollte die Info eigentlich aussehen  – aber man entschied sich trotz aller Vorbereitungen und technisch einwandfreier Lösung aus hausinternen Gründen (noch) nicht dafür – ‚dagegen‘ zu schreiben, wäre mir zu diesem Zeitpunkt noch verfrüht.

Wie beurteilen Sie ein solches IHK-Angebot?

Handwerk 2.0 – eine nicht akzeptierte Vision?

Was ist Handwerk?

Wer über „Mitmach-Web“ und Handwerksbetriebe nachdenkt, der wird nicht umhin können, sich zuerst einmal mit den Unterschiedlichkeiten der einzelnen, über 140 Gewerke umfassenden Betriebsausrichtungen auseinander zu setzen.

Viele kleine Handwerker arbeiten  für einen Kundenkreis, der keine 500 Meter vom Geschäft wohnt und „seinen“ Betrieb seit Jahren kennt. Aus Kundensicht bestehen – zumal in ländlicheren Gegenden – kaum Alternativen zum langjährigen Metzger, Bäcker, Konditor oder Friseur, ohne Auto, Fahrrad oder Motorrad aus der Garage zu holen und eine längere Fahrzeit in Kauf zu nehmen – das hemmt auch diese Anbieter, sich weiter zu entwickeln oder neue Anstrengungen zu entfachen.

Zu den Gewerken, die ebenfalls nur schwer davon zu überzeugen sind, sich mit Web 2.0, mit Blogs, Wikis oder Networking-Plattformen auseinander zu setzen, gehören sicher auch Maurer, Betonbauer oder Metallsägen-Schärfer u.ä.. Um sich selbst ein Bild von den einzelnen Gewerken zu machen und die sich dahinter verbergenden Betriebszahlen richtig einschätzen zu können,

Grafik-2-A-08Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerke betrieben werden können:
Maurer und Betonbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Zimmerer,  Dachdecker,  Straßenbauer, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, Brunnenbauer, Steinmetzen und Steinbildhauer, Stukkateure, Maler und Lackierer, Gerüstbauer,Schornsteinfeger, Metallbauer, Chirurgiemechaniker, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Feinwerkmechaniker, Zweiradmechaniker,Kälteanlagenbauer, Informationstechniker, Kraftfahrzeugtechniker, Landmaschinenmechaniker, Büchsenmacher, Klempner,Installateur und Heizungsbauer, Elektrotechniker, Elektromaschinenbauer, Tischler, Boots- und Schiffbauer, Seiler, Bäcker,Konditoren, Fleischer, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher, Zahntechniker, Friseure, Glaser, Glasbläser und Glasapparatebauer, Vulkaniseure und Reifenmechaniker

Grafik-2-B1-08Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke oder handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können – Zulassungsfreie Handwerke:

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Uhrmacher, Graveure, Metallbildner, Galvaniseure, Metall- und Glockengießer, Schneidwerkzeugmechaniker, Gold- und Silberschmiede, Parkettleger, Rolladen- und Jalousiebauer, Modellbauer, Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher, Holzbildhauer, Böttcher, Korbmacher, Damen- und Herrenschneider, Sticker, Modisten, Weber, Segelmacher, Kürschner, Schuhmacher, Sattler und Feintäschner, Raumausstatter, Müller, Brauer und Mälzer, Weinküfer, Textilreiniger, Wachszieher, Gebäudereiniger, Glasveredler, Feinoptiker, Glas- und Porzellanmaler, Edelsteinschleifer und -graveure, Fotografen, Buchbinder, Buchdrucker: Schriftsetzer; Drucker, Siebdrucker, Flexografen, Keramiker, Orgel- und Harmoniumbauer, Klavier- und Cembalobauer, Handzuginstrumentenmacher, Geigenbauer, Bogenmacher, Metallblasinstrumentenmacher, Holzblasinstrumentenmacher, Zupfinstrumentenmacher, Vergolder, Schilder- und Lichtreklamehersteller

Grafik-2-B2-08Handwerksähnliche Gewerbe:
Eisenflechter, Bautentrocknungsgewerbe, Bodenleger, Asphaltierer (ohne Straßenbau), Fuger (im Hochbau), Holz- und Bautenschutzgewerbe (Mauerschutz und Holzimprägnierung in Gebäuden), Rammgewerbe (Einrammen von Pfählen im Wasserbau), Betonbohrer und -schneider, Theater- und Ausstattungsmaler, Herstellung von Drahtgestellen für Dekorationszwecke in Sonderanfertigung, Metallschleifer und Metallpolierer, Metallsägen-Schärfer, Tankschutzbetriebe (Korrosionsschutz von Öltanks für Feuerungsanlagen ohne chemische Verfahren), Fahrzeugverwerter, Rohr- und Kanalreiniger, Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten), Holzschuhmacher, Holzblockmacher, Daubenhauer, Holz-Leitermacher (Sonderanfertigung), Muldenhauer, Holzreifenmacher, Holzschindelmacher, Einbau von genormten Baufertigteilen (z. B. Fenster, Türen, Zargen, Regale), Bürsten- und Pinselmacher, Bügelanstalten für Herren-Oberbekleidung, Dekorationsnäher (ohne Schaufensterdekoration), Fleckteppichhersteller, Klöppler, Theaterkostümnäher, Plisseebrenner, Posamentierer, Stoffmaler, Stricker, Textil-Handdrucker, Kunststopfer, Änderungsschneider, Handschuhmacher,Ausführung einfacher Schuhreparaturen, Gerber, Innerei-Fleischer (Kuttler), Speiseeishersteller (mit Vertrieb von Speiseeis mit üblichem Zubehör), Fleischzerleger, Ausbeiner, Appreteure, Dekateure, Schnellreiniger, Teppichreiniger, Getränkeleitungsreiniger, Kosmetiker, Maskenbildner, Bestattungsgewerbe, Lampenschirmhersteller (Sonderanfertigung), Klavierstimmer, Theaterplastiker, Requisiteure, Schirmmacher, Steindrucker, Schlagzeugmacher, Klein-Handwerker

Handwerkskammern weisen darauf hin, dass sie häufig gegen eine Wand rennen, wenn sie ihren Betrieben Hilfen bei der Erstellung von Webseiten o.ä. anbieten. Wie kann man da allen Ernstes über Web 2.0-Aktivitäten für das Handwerk nachdenken??

Da die erwähnten Gruppen aber nicht das Gros der Handwerksbetriebe ausmachen und sich insbesondere städtische und jüngere Unternehmer der Tatsache bewusst sind, dass die Konkurrenz größer und marketing-orientierter wird, wird ein Nachdenken über Differenzierung, Spezialisierung und Alleinstellung des Angebotes und seiner Vermarktung auch für Handwerks-Unternehmen immer notwendiger (vor einigen Jahren trafen auch Themen wie Marketing oder PC auf Ablehnung bei Handwerkern).

web2.0Was bedeutet Web 2.0 für das Handwerk?

Handwerker brauchen, wie andere Unternehmen auch, neue Kunden, die es zu finden gilt. Das kann man unter anderem dadurch, dass man sein Angebot spezialisiert oder weiter differenziert, um neue Käuferschichten, Marktlücken oder Nischen zu finden. Dieses Angebot muss aber kommuniziert werden. Dabei genügt die eigene Webseite schon lange nicht mehr – Portale, Plattformen und verbesserte Präsentationsmittel sind notwendig, um sich darzustellen, zu unterscheiden und gefunden zu werden.

Empfehlungs-Marketing ist ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang. Der Aufbau von Vertrauen über herausragende Leistungen, verbunden mit positiven Veröffentlichungen zufriedener oder (besser noch) begeisterter Kunden. So lassen sich neue Kunden kostengünstig gewinnen und bei entsprechenden Marketing-Maßnahmen auch halten.

Spezialisierungen und Angebots-Ausprägungen lassen sich allerdings auf der eigenen Webseite nur unzureichend und mit hohem Aufwand kommunizieren. Mögliche Kunden finden den speziellen Handwerker in den Suchmaschienen nur schwer – hier sind Networking-Plattformen hilfreiche Instrumente. Über ein Blog können sich auch Kleinst-Unternehmer erfolgreich differenzieren (Beispiel: Saft-Blog), sich kommnunikativ vollkommen von Konkurrenten absetzen und eine Alleinstellung aufbauen, die dann schwerlich vom Wettbewerber imitiert werden kann.

Welche WEB 2.0-Maßnahmen sollten Handwerkskammern anbieten?

logo hwkDie Kammern sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Sie sind verpflichtet, ihren Mitglieds-Betrieben sinnvolles „Handwerkszeug“ zur Vermarktung ihrer Leistungen bereit zu stellen.

Meines Erachtens hat die moderne Ausrichtung eines HWK-Angebotes 4 Bestandteile:
1. Networking-Plattform zum Austausch der Unternehmer untereinander
2. eLearning-Modul zur Weiterbildung und ggf. als Berufs-Ausbildungs-Tool
3. Shoppingmeilen für den Endverbraucher mit Empfehlungs-Möglichkeiten als Bindeglied im B2C
4. Versteigerungs-Plattform für den B2C-Bereich als Ergänzung der Shoppingmeilen

Eine Verknüpfung dieser 4 Bestandteile hätte viele konkrete Einstiegs-Mitmach-Angebote für alle Handwerksbetriebe.

Auf der Networking-Plattform könnte nicht nur ein Austausch unter Kollegen satttfinden, hier wäre auch die Möglichkeit gegeben, Kollegen mit Spezialisierungen als Subunternehmer ausfindig zu machen, oder andere Unternehmer zu kontaktieren, um zwischenzeitliche Lieferengpässe zu bewältigen. Job- und Ausbildungs-Börsen als Menupunkt könnten die heutigen Insellösungen der Kammern u.a. ablösen.

Weiterbildung oder die Ausbildung des Nachwuches zu organisieren und mit modernen Mitteln wie virtuelles Klassenzimmer und 1:1-Chats von Lernenden und Lehrenden können durch eine Lernplattform in die Networking-Aktivitäten eingebunden werden.

Die Consumer werden durch „Shoppingmeilen“ mit Google-Maps-Anbindung, digitalen Visitenkarten oder Videos, Bonusmarken oder 24.Std-Angeboten in das System integriert. Hier haben auch die Bäcker, Metzger und Friseure um die Ecke einen direkten Nutzen vom Mitmach-Web, zumal die Endverbraucher über Kommentierungen und Bewertungen aufgefordert werden, ein möglichst positives Statement zur (Handwerks-)Leistung des Betriebes abzugeben. Betriebe könnten angehalten werden, einen e-shop aufzubauen und so am wachsenden Umsatz aus e-commerce teilzunehmen.

An den zunehmenden Umsätzen durch Versteigerungen könnten Handwerksbetriebe durch die Einbindung eines entsprechenden Versteigerungs-Tools partizipieren – eine Kooperation mit bestehenden Portalen ist dabei eine denkbare und dankbare Variante.

Es gibt viele Chancen im attraktiven WEB2.0, Unternehmen zu präsentieren und Unternehmer neugierig zu machen. Mehrwerte schaffen wir durch die Verknüpfung von Business- und Consumer-Angeboten, die beiden Seiten Nutzen bringen. Allerdings wird es in der konservativen Klientel der Kammern viel Überzeugungsarbeit kosten.

Anlage B Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke oder handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können (§ 18 Abs. 2)

Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2003, 2946 – 2947
Abschnitt 1: Zulassungsfreie Handwerke
Nr.

1
Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
2
Betonstein- und Terrazzohersteller
3
Estrichleger
4
Behälter- und Apparatebauer
5
Uhrmacher
6
Graveure
7
Metallbildner
8
Galvaniseure
9
Metall- und Glockengießer
10
Schneidwerkzeugmechaniker
11
Gold- und Silberschmiede
12
Parkettleger
13
Rolladen- und Jalousiebauer
14
Modellbauer
15
Drechsler (Elfenbeinschnitzer) und Holzspielzeugmacher
16
Holzbildhauer
17
Böttcher
18.
Korbmacher
19
Damen- und Herrenschneider
20
Sticker
21
Modisten
22
Weber
23
Segelmacher
24
Kürschner
25
Schuhmacher
26
Sattler und Feintäschner
27
Raumausstatter
28
Müller
29
Brauer und Mälzer
30
Weinküfer
31
Textilreiniger
32
Wachszieher
33
Gebäudereiniger
34
Glasveredler
35
Feinoptiker
36
Glas- und Porzellanmaler
37
Edelsteinschleifer und -graveure
38
Fotografen
39
Buchbinder
40
Buchdrucker: Schriftsetzer; Drucker
41
Siebdrucker
42
Flexografen
43
Keramiker
44
Orgel- und Harmoniumbauer
45
Klavier- und Cembalobauer
46
Handzuginstrumentenmacher
47
Geigenbauer
48
Bogenmacher
49
Metallblasinstrumentenmacher
50
Holzblasinstrumentenmacher
51
Zupfinstrumentenmacher
52
Vergolder
53
Schilder- und Lichtreklamehersteller
Abschnitt 2: Handwerksähnliche Gewerbe
Nr.

1
Eisenflechter
2
Bautentrocknungsgewerbe
3
Bodenleger
4
Asphaltierer (ohne Straßenbau)
5
Fuger (im Hochbau)
6
Holz- und Bautenschutzgewerbe (Mauerschutz und Holzimprägnierung in Gebäuden)
7
Rammgewerbe (Einrammen von Pfählen im Wasserbau)
8
Betonbohrer und -schneider
9
Theater- und Ausstattungsmaler
10
Herstellung von Drahtgestellen für Dekorationszwecke in Sonderanfertigung
11
Metallschleifer und Metallpolierer
12
Metallsägen-Schärfer
13
Tankschutzbetriebe (Korrosionsschutz von Öltanks für Feuerungsanlagen ohne chemische Verfahren)
14
Fahrzeugverwerter
15
Rohr- und Kanalreiniger
16
Kabelverleger im Hochbau (ohne Anschlussarbeiten)
17
Holzschuhmacher
18
Holzblockmacher
19
Daubenhauer
20
Holz-Leitermacher (Sonderanfertigung)
21
Muldenhauer
22
Holzreifenmacher
23
Holzschindelmacher
24
Einbau von genormten Baufertigteilen (z. B. Fenster, Türen, Zargen, Regale)
25
Bürsten- und Pinselmacher
26
Bügelanstalten für Herren-Oberbekleidung
27
Dekorationsnäher (ohne Schaufensterdekoration)
28
Fleckteppichhersteller
29
Klöppler
30
Theaterkostümnäher
31
Plisseebrenner
32
Posamentierer
33
Stoffmaler
34
Stricker
35
Textil-Handdrucker
36
Kunststopfer
37
Änderungsschneider
38
Handschuhmacher
39
Ausführung einfacher Schuhreparaturen
40
Gerber
41
Innerei-Fleischer (Kuttler)
42
Speiseeishersteller (mit Vertrieb von Speiseeis mit üblichem Zubehör)
43
Fleischzerleger, Ausbeiner
44
Appreteure, Dekateure
45
Schnellreiniger
46
Teppichreiniger
47
Getränkeleitungsreiniger
48
Kosmetiker
49
Maskenbildner
50
Bestattungsgewerbe
51
Lampenschirmhersteller (Sonderanfertigung)
52
Klavierstimmer
53
Theaterplastiker
54
Requisiteure
55
Schirmmacher
56
Steindrucker
57
Schlagzeugmacher

Zukunft der Tageszeitung: LocalNews plus SocialSoftware plus…

tageszeitungenDie vielfältigen Diskussions-Beiträge um die Zukunft der Tageszeitungs-Verlage hat einen Stand erreicht, der allen Beteiligten deutlich gezeigt haben muss, dass, unabhängig welcher Fraktion der Pessimisten oder Optimisten man sich auch anschließt, ein verantwortungsvoller Verlags-Manager nicht darum herum kommt, die strategische Ausrichtung des Verlages unter Einbeziehung des Internets neu zu definieren.

Wer seine Strategie langfristig plant, wird den Vorteil haben, mehr Zeit für Tests, Experimente und Zusammenarbeit mit Lesern und Fachleuten einbauen zu können. Andererseits ist gerade das Internet ein so schnelllebiges Kommunikations-Instrument, dass es schwierig sein dürfte, vieles auf lange Zeit zu planen, sondern sich eher auf Flexibilität, Experimentierfreude und Unkalkulierbares einzustellen.

Die derzeitige nahe Zukunft der Tageszeitungs-Verlage basiert meines Erachtens auf 4 Säulen:

Heimat-TV
LocalNews
SocialNetworking
Shoppingmeilen

Zentrales Instrument eines künftigen Medien-Verlagshauses mit regionaler/lokaler Berichterstattung ist für mich das lokale TV – als Livestream im Internet und im terrestrischen Fernsehen. Internet ist geradezu prädistiniert für diese Form der Kommunikation und Menschen konsumieren auch über diesen Weg lokale Infos lieber. CenterTV ist das beste Beispiel für diese These.
Nicht weiter eingehen will ich in diesem Beitrag auf neue journalistische Voraussetzungen, Denkweisen und Wege, die zu entwickeln und zu gehen sind – in Verbindung mit Bürgerjournalismus und Bürger-Video-Journalismus.

Das bisherige Kerngeschäft, lokale und regionale Nachrichten als Zeitung herauszugeben, verlagert sich mehr und mehr ins Internet mit den dazugehörenden journalistischen Anpassung an die Aufbereitung und Darstellung der Themen. Auch dazu mehr in einem späteren Beitrag. Auch hier ist das Mitwirken der Menschen im Verbreitungsgebiet gefragt – dafür muss man möglicherweise Anreize finden, um das Zusammenwirken zwischen Redaktionen und Lesern zu fördern. Die Printausgabe bleibt dabei gar nicht mal auf der Strecke, sondern erfährt einen noch zu entwickelnden Wandel – bei Inhalten, Aufmachung, Umfang, Erscheinungsweise usw.

weps-software-logoEine ganz wichtige und – hergehört – integrierte Säule ist eine Networking-Plattform, die den Usern die Möglichkeit bieten soll, sich kennen zu lernen und auszutauschen. Gefährlich wäre eine komplett ausgelagerte und nur für spezielle, meist jugendliche User zugeschnittene Plattform – wie sie meist heute von Tageszeitungs-Verlagen eingerichtet wird (Beispiele: localido.de und ein wenig auch 5zwo.de). Eine notwendige Ergänzung zu der Lesermarkt-Plattform ist eine Business-Plattform, denn hier holt man den Anzeigenmarkt ab und integriert ihn so in die Verlags-Aktivitäten.

Ergänzung finden die bisherigen Säulen durch den Menupunkt „Shoppingmeilen“ – so stellt man eine Verbindung von b2b und customer-Plattform (b2c) in Form von besonderen Anreizen zum virtuellen und realen Shoppen her. Das kann durch Web2.0-Tools wie eShops, Versenden von web2.0Bonus-Coupons, Video-Clips, Visitenkarten und anderen noch zu entwickelnden Tools realisiert werden. Aber auch durch spezielle – neue – Formen des Vertriebs-, Preis- und Kommunikations-Mixes (24h-Angebote, Homeservice, Weiterempfehlung etc). Der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt.

Eine wichtige neue Wirkung: Gegenseitige Unterstützung erfahren die Säulen durch cross-Marketing-/cross-mediale Aktivitäten. Ganz neue Ideen können sich entwickeln, ausprobiert und integriert werden. Die Säulen stehen nicht für sich alleine, sondern ergänzen sich.

Es ist so ein weites – und von den Verlagen noch unbeherrschtes – Feld von Marketing-Möglichkeiten, die eben nicht nur in der technischen Ausführung weitreichende Auswirkungen zeigen werden,  sondern auch im Bewußtsein der Manager, der Marketing-Fachleute und der Journalisten neue Denkweisen und neue Handlungskonzepte voraussetzen.

Verlagsleute sind gut beraten, sich der Dienste der Menschen zu bedienen, die sich schon seit einiger Zeit mit den Instrumenten der Säulen auseinander setzen. Sie zu integrieren, zu beteiligen und ihr Wissen um andere Formen der Kommunikation zu nutzen, ist eine der Voraussetzungen, die m.E. unabdingbar ist.

Letztlich sollten diese neuen Medienhäuser auch fähig sein, sich national unter einer Dachmarke zusammen zu finden, ohne ihre regionale oder lokale Identität aufzugeben. Ganz im Gegenteil. In dieser Identität liegt ihre Stärke, die national zusammengeführt werden muss, um auf dieser Ebene ein bedeutender Partner für nationale Werbungtreibende zu sein, deren Budgets zu nutzen lebenswichtig ist, um den notwendigen Aufwand bei Medien und organisatorischen Umorientierungen zu finanzieren.

Dieses Konzept bringt auch klare strategische Vorteile gegenüber den Konzeptionen von myheimat.de und Buzzrider mit sich:
Es ist kommunikativ umfassender, deckt alle „Zielgruppen“ ab, hat ein klares finanzielles – auch direkt greifendes – Erlösmodell(e), ist national und lokal besser positioniert und baut auf starken, vertrauensvoll zusammenarbeitenden Partnern (Tz-Verlag, Leser, Anzeigenkunden) auf. Verlage bringen einen ungeheueren Schatz in eine solche Konzeption ein: Sie haben langjährige Marktkenntnisse, haben den organisatorischen Unterbau, „kennen“ weitgehend ihre Leserschaft, die der Zeitung vertraut, haben einen Außendienst, der im Anzeigenmarkt eingearbeitet ist und haben eine hohe Marktabdeckung. Natürlich sind die Nachteile (Schwerfälligkeit, altes Denken, wenig Erfahrung mt den neuen Medien, zu wenig Leidensdruck insgesamt) der Tageszeitunsgverlage nicht ohne – aber möglicherweise lernen sie ja bzw. werden vom Markt gezwungen.

Wie sehen Sie das? Was meinen die Betroffenen (Verlage, Journalisten, Leser, Werber)? Wo liegt die Zukunft der Zeitung? Was muss sich ändern? Was kann bleiben? Auf Ihre Kommentare freue ich mich.