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Aachen: IHK 2.0 – Vision wird (nicht) Realität

So, wie hier formuliert (Aachen: IHK 2.0 – Vision wird Realität), war der Artikel ursprünglich gedacht – noch bevor man aus internen Gründen (unsere Plattform hatte zwar den Präsentations-Test bestanden und alle waren begeistert) die Realisierung an internen Umsetzungs-Problemen scheitern ließ und der folgende, vorbereitete Blog-Beitrag hinfällig wurde:

ihk-logoEs kommt einem mittleren Erdbeben gleich:

Die Industrie- und Handelskammer Aachen öffnet sich SocialMedia und installiert ein Business-SocialNetwork für die Nutzung durch seine Mitglieder:

Nach einer ganzen Reihe von Arbeitskreis-Sitzungen zwischen den IHK-Verantwortlichen und uns haben wir heute „grünes Licht“ für eine „neue Zeitrechnung“ bei der IHK Aachen erhalten – Schritt für Schritt stehen den IHK-Mitgliedern im Kammerbezirk Aachen Features in einer Community-Plattform zur Verfügung – kostenlos. Vorsichtig wagt man sich an dieses Kommunikations-Instrument heran, mit viel Bedacht und einer gehörigen Portion Respekt.

communityIm Vergleich zu anderen Kammern stürmen die Aachener allerdings voran und machen’s vor – das wichtigste Ziel der IHK-Networking-Plattform:

Manager sollen sich im Kammerbezirk schneller, einfacher und über neue Wege kennen lernen. Networking mit user-generated-content soll den Unternehmen helfen, sich zu präsentieren, neue Kontakte zu schließen, um daraus vor allen Dingen Geschäfte zu generieren.

Die Aachener IHK hat bei der Einführung von Web2.0-Inhalten damit die Führung übernommen, zeigt sich innovativ  und bietet neben bewährten Community-Tools auch Neues an. Sie folgen meiner Empfehlung, die Networking- zur Management-Plattform weiter zu entwickeln – und damit den Unternehmern einen wichtigen Grund zum Mitmachen zu geben und eine zusätzliche Unterscheidung zu anderen Plattformen anzubieten. Langfristig angelegte und marketing-relevante Gründe also, weshalb Manager  sich mit dieser Plattform auseinander setzen sollten.

Der Anfang wird noch eher an gewohnte Plattformen erinnern, doch weitere Optimierungen und Ergänzungen werden folgen, das anfängliche Menu dient einem ersten Kennenlernen und Auseinandersetzen mit Community-Angeboten.

Und darüber können sich Aachener Unternehmer freuen: Die wichtigsten neuen Tools sind auch gleichzeitig die Mehrwerte und Differenzierungs-Kriterien zu anderen Communities – und das, ohne Kosten für die Unternehmer:

profile– Neben Personen-Profilen können Unternehmer auf der Plattform auch echte Unternehmens-Profile eingeben und so potentiellen Interessenten auch nützliche Informationen zum Unternehmen vermitteln. Personen- und Unternehmens-Profile sind selbstverständlich miteinander verknüpft. Video-Clips und Firmen-Logos helfen bei einer 1A-Präsentation des Unternehmens.

– Häufig ist es schwierig oder zu langatmig, Produkte oder Dienstleistungen in schriftlicher Form darzustellen. Videos ergänzen deshalb die Unternehmens-Präsentationen. Sie werden bei Unternehmern immer beliebter, weil sie eine qualitative Verbesserung zur eigenen Vermarktung darstellen.

crm– Eine Community-Plattform soll in erster Linie ein Instrument zur Schaffung neuer Kontakte sein. Diese Kontakte müssen aber gepflegt werden, um langfristigen Erfolg zu bringen. Deshalb nutzen Unternehmen immer häufiger CRM-Programme (Customer Relationship Management). Die neue IHK-Community nutzt Erkenntnisse aus dem CRM und fragt den User bei Kontaktaufnahme zu einem neuen Kontakt, welche Maßnahme er mit diesem Kontakt plant, was er weiter mit dieser Person vorhat und öffnet ihm ein Fenster zur weiteren Vorgehensweise an. Er kann sich zusätzlich Termine zur Wiedervorlage und Erinnerung setzen. In einer „Aktivitäten„-Aufstellung werden alle Maßnahmen gesammelt (Postein- und -ausgänge, Anfragen zur Kontaktaufnahme und deren Bestätigung usw.). An Termine wird er per eMail erinnert, überschrittene Termine werden rot markiert. So behält er zu jeder Person die Übersicht.

vip-lounge– Die Einrichtung einer „Lounge„, die entweder ‚offen für jeden‘ oder nur ‚auf Einladung‘ hin betreten werden kann, dient dazu, zu  speziellen Themen eine „closed area“ einzurichten. Bilder, Videos, Dokumente und Gespräche werden dort nur unter den Lounge-Mitgliedern ausgetauscht. So können sich auf der gleichen Plattform bspw. Arbeitskreise, Projekt-Teams oder Management-Ebenen zum Austausch treffen.

– Selbstverständlich sind Fachleute der IHK auf der Plattform vertreten und stehen den Usern als Ansprechpartner und knowhowWissens-Vermittler per Klick zur Verfügung. Know-how kann direkt bei den zuständigen IHK-Fachkräften in Chats, Foren und den Lounges angezapft werden. Dadurch bietet dieses Netzwerk einen deutlichen Mehrwert an, den in anderen Communities niemand mit der Kompetenz zu vermitteln weiß.

Zunächst wird die IHK-Plattform nur auf regionaler Ebene im IHK-Bezirk zu nutzen sein. Gemeinsam mit der IHK Aachen werden unsere Anstrengungen aber ab sofort darauf gerichtet sein, die übrigen 79 IHKn in Deutschland davon zu überzeugen, das Aachener Modell zu übernehmen, damit jeder auch über den Kammerbezirk hinaus Kontakte knüpfen und pflegen kann. Durch das Engagement der IHK werden sicher auch Unternehmer sich intensiver mit diesem Thema befassen.

Tja, so sollte die Info eigentlich aussehen  – aber man entschied sich trotz aller Vorbereitungen und technisch einwandfreier Lösung aus hausinternen Gründen (noch) nicht dafür – ‚dagegen‘ zu schreiben, wäre mir zu diesem Zeitpunkt noch verfrüht.

Wie beurteilen Sie ein solches IHK-Angebot?

Web 2.0 und Wissenschaft&Forschung

rwthweblogoWas für die Schule 2.0 geschrieben wurde, gilt in gleichem Maße oder noch deutlicher für die Bereiche Wissenschaft und Forschung. Wissenschaftler, Forscher, Studenten, wissenschaftliches Personal und Unternehmen, die an den Ergebnissen unserer Hochschulen interessiert sind, haben bisher keine übergreifende Networking-Plattform, in der sie sich austauschen, interdisziplinär zusammenarbeiten und kennen lernen können.

Sicher müssen wir uns einige spezielle Tools für diese Zielgruppe einfallen lassen, damit sich ein Kontakt leichter finden lässt. Interessant wäre zum Beispiel ein Modul, in dem konkret nach Partnern für das Zusammenwirken diverser Institute an einem Projekt, einer Erfindung oder einer Aufgabe gesucht wird.

Auch hier sind wir der Meinung, dass aus der Zielgruppe heraus am besten die Anforderungen definiert werden. Deshalb freuen wir uns über eine intensive Kommentierung. Darüber hinaus planen wir eine Umfrage an der RWTH und FH in Aachen, um unser Wissen über Wünsche und Bedürfnisse der Beteiligten besser kennen zu lernen.
Die Hochschulrektorenkonferenz hat jetzt „Handreichungen zum Web 2.0“ herausgegeben – sehen- und lesenswert!