JOB-Wechsel bedeutet Selbst-Reflexion

Gestern hatte ich wieder einen Beratungstag beim Bewerbungsmappen-Check.

Karrieretag-Logo

Die Zielgruppe war zwischen 25-60 Jahre, Kerngruppe etwa 35 bis 45.
Es waren alle Schichten – vom Maschinenführer bis zum Akademiker in Führungsposition – zur Beratung – die Meisten waren schon länger in einem Unternehmen tätig, hatten schon länger keine Bewerbung mehr geschrieben und waren unsicher, wie man eine Bewerbung heute schreibt und worauf man achten sollte. Aber alle waren wechselwillig.

Das größte Problem waren nicht wirklich die Mappen und die Texte – das waren nur die Symptome. Die wirklichen Probleme liegen viel tiefer – wieder einmal. Ich hatte das schon früher bei Beratungen zu Bewerbungen festgestellt.

Es offenbart sich mir meist an Kleinigkeiten: Verwendung von sehr kleinen Fotos, kaum Auskunft über Erfolge oder Verbesserungen, die die Bewerber errecht haben, der eigene Namen und die eigenen Kontaktdaten werden wie zu Beginn der beruflichen Karriere klein und unbedeutend positioniert. Meist wird die Bewerbung in der Trauerfarbe schwarz gehalten. Eigene Kompetenzen kommen fast immer schlecht weg im Schreiben.

Die Menschen – gleich welchen Bildungsgrades und gleich welcher Position – sehen in ihrem täglichen Tun meist nichts, was außergewöhnlich wäre. „Das mache ich ja jeden Tag und ist nichts besonderes“ höre ich immer wieder. Ich habe auch bei der Zusammenstellung meines Lebenslaufes nicht darüber nachgedacht, ob ich in der ein oder anderen Position etwas gemacht habe, das für das Unternehmen, für die Mitarbeiter  oder für andere etwas wichtiges wäre.

 birne_mit_text

Es fehlt deutlich an Selbstbewusstsein – auch wenn das so erst einmal nicht akzeptiert wird. Erst beim Besprechen der kleinen Fingerzeige und beim Hinterfragen, warum man das ein oder andere so formuliert oder optisch dargestellt hat, wird die Einsicht langsam bewusst, dass man sich selbst nicht wichtig nehmen sollte. Die Wertigkeit des eigenen Tuns wird nicht als wichtig, entscheidend und wertvoll empfunden.
Es muss darauf hingearbeitet werden, dass es sich bei einer ‚BeWerbung‘ einerseits um Werbung für sich selbst handelt und das der Bewerber sich wie ein Produkt aufstellen, wie eine Marke verkaufen muss. Diese Einsicht wächst meist nur langsam und kann in den kurzen Check-Meetings nicht umfassend dargelegt und vermittelt werden.

profilpass blau

Ein Grund mehr, sich im Vorfeld eines Job-Wechsels mit dem Thema „Berufs- und Lebens-Planung“ mithilfe des ProfilPASSes auseinander zu setzen – siehe hier.
Die ausführliche Beschäftigung mit diesem Thema ist nicht nur für den beruflichen Wechsel wichtig, sondern gibt auch konkreten Halt für den Lebensalltag. Von daher ist die investierte Zeit und das Kapital gut angelegt – und bedeutsam für die eigene Sicht auf sich und seine Umwelt.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s