Monatsarchiv: November 2013

Social Media: Führunsgkräfte geben den Ausschlag

Die neueste Onlinestudie von Webrelaunch, Sparkling Stream und Link Institut zeigt:
„Der Einsatz von Social Media im Unternehmen ist abhängig davon, wie Social Media von Führungskräften privat genutzt wird.“

Wir danken der schweizer Werbewoche für diesen Artikel:

 

Die Nutzung steht damit in direktem Zusammenhang mit der persönlichen Einstellung und der Emotionalität, die diesen neuen Medien entgegengebracht wird. Das Ziel dieser Studie war es, nicht nur die bewussten Unsicherheiten im Umgang Social Media, sondern auch die unbewussten Barrieren auf emotionaler Ebene zu analysieren.

Das für die Befragung verwendete Link Internet Panel erlaubt, eine repräsentative Stichprobe von Führungskräften gezielt in ihrem privaten Umfeld zu erreichen. Damit wurde es möglich, die 538 Teilnehmenden nicht nur als Sprachrohr eines Unternehmens, sondern auch in ihrer persönlichen Einstellung und Erfahrung zu interviewen. Dabei sind über 75 Prozent der Befragten als Geschäftsführer, Marketing- oder IT Leiter tätig und vertraten zu je einem Drittel kleinere (bis 49 Mitarbeiter), mittlere (bis 249 Mitarbeiter) und Grossunternehmen (ab 250 Mitarbeiter) aller Branchen.

Social Media wird von Führungskräften vor allem für den Aufbau eines privaten und geschäftlichen Netzwerkes und den Informationsaustausch genutzt. Bei der geschäftlichen Nutzung werden die neuen Medien am häufigsten als Informationskanal für Produkte und Dienstleistungen genutzt. Die Integration in weitere geschäftliche Aufgaben wie die Kommunikation mit Partnerunternehmen oder Kundendienst ist wenig anzutreffen und wird lediglich von 21 Prozent, respektive 24 Prozent der Unternehmen genutzt.

Das Wissen rund um Social Media wurde mit einer Einschätzung über technisches Wissen, strategischem Verständnis, organisatorischen Voraussetzungen und den Einsatzmöglichkeiten von Plattform abgefragt. Hier ist der IT Verantwortliche die Person, welche sein Wissen am höchsten einstuft.

Der potentielle Kontrollvorlust in Social Media durch die Preisgabe öffentlicher Daten, die aufzuwendende Zeit und die Angst davor, dass Ungewolltes publik wird, sind die häufigsten emotionalen Barrieren in der Verwendung. Dennoch wird bei einer expliziten Abfrage das eigene Sicherheitsgefühl im Umgang mit Social Media als hoch eingestuft.

Differenzierter werden die Aussagen bei der Verwendung des Impliziten Assoziationstests. Dieser ermöglicht, im Rahmen der online Befragung unbewusste emotionale Einstellungen zu messen und diese mit den expliziten Aussagen zu vergleichen. Hier zeigt sich klar eine Abweichung in der Wahrnehmung: Emotionale Barrieren sind unbewusst stark und beeinflussen die Einstellung, die als Treiber für die Nutzung neuer Medien nachgewiesen wurde.

Die Barrieren in Social Media lassen sich nach der Auswertung wie folgt zusammenfassen: Unsicherheit und fehlendes Wissen, unklare Rechtslage / Datenschutz, kein erkennbarer Nutzen/Sinn und Zweck, fehlende Ressourcen, keine verlässliche Messbarkeit und wenig bis keine Integration in unternehmerische Abläufe.

Für die Praxis lassen sich mittels einer Cluster Analyse sechs Nutzertypen beschreiben, welche individuelle Voraussetzungen für die Nutzung von Social Media für sich persönlich und für den erfolgreichen Einsatz im Unternehmen mitbringen. Das aus den Erkenntnissen der Studie abgeleitet Social Media Kompetenzmodell ermöglicht diese gezielte Auseinandersetzung.

Grafik 1: Studiendesign. Zusammensetzung der Stichprobe

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Grafik 2: Nutzerstruktur und Motive. Nutzung aufgeteilt nach Funktion und privater und geschäftlicher Nutzung

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Grafik 3: Motive für den Einsatz von Social Media in Unternehmen

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Grafik 4: Gründe gegen den Einsatz von Social Media in Unternehmen

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Grafik 5: Eigene Beurteilung von Kompetenz: Technisches Know – How, strategisches Verständnis, organisatorischen Voraussetzungen, Einsatzmöglichkeiten von Plattformen. Aufgeteilt nach Funktionsbereichen.

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Grafik 6: Messung emotionaler Faktor. Impliziter Assoziations Test IAT.

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Initiatoren:
Profil webrelaunch GmbH

Die Webrelaunch GmbH bietet Unternehmensberatung für digitale Projekte jeder Grössenordnung. Der Fokus liegt bei der gezielten Planung, der erfolgreichen Umsetzung und dem wirkungsvollen Betreuen von Online-Projekten, Social Media Vorhaben und Change Aktivitäten im Kontext des digitalen Wandels . Wir verbinden dabei die Fachberatung und die Prozessbegleitung und schlagen so eine Brücke zwischen Theorie und Praxis der unternehmerischen Realität.

http://webrelaunch.ch/

Profil Sparkling Stream AG

Sparkling Stream AG berät Unternehmen und Organisationen im Strom von Social Media mit Konzepten, Seminaren und begleitet bei der Umsetzung. Die Verbindung und Integration dieser neuen Medien in den geschäftlichen Alltag und in bestehende Kanäle stehen bei uns im Vordergrund. Eine umsetzungsstarke Begleitung in Kommunikation und Marketing ermöglicht Unternehmen den massgeschneiderten und sinnvollen Einsatz von Social Media.

http://sparklingstream.ch/

Profil LINK Institut

LINK Institut für Markt- und Sozialforschung ist der führende Anbieter für Ad-Hoc Umfrageforschung in der Schweiz. Seit mehr als 30 Jahren treibt LINK die Entwicklung, Einführung und Optimierung innovativer Erhebungsmethoden voran. Unter anderem ist LINK seit 1997 in der Online-Forschung aktiv und setzt den Qualitäts-Benchmark mit dem 100% telefonisch rekrutierten LINK Internet-Panel (130‘000  aktive TeilnehmerInnen per Oktober 2013). LINK Institut verfügt über Standorte in Luzern, Zürich, Lausanne, Bern und Lugano. Knapp 100 festangestellte und über 1‘000 nebenamtlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiten für öffentliche Stellen und Unternehmen jedes Jahr mit über 800 Studien präzise, zuverlässige Entscheidungsgrundlagen.

http://www.link.ch/

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TREND: Teilen ohne Ende

Manche hielten den Trend, Dinge zu teilen und zu tauschen, für einen kurzen Hype – doch er hält sich wacker und führt zu immer neuen Ideen und Plattformen. Wir haben aufgelistet, in welchen Bereichen und auf welchen Portalen in Deutschland geteilt, verschenkt und getauscht wird. Und wollen mit Hilfe unserer Leser zu Deutschlands umfassendster Datenbank für Sharing-Konzepte werden.

Deutsche Startups.de starteten eine Übersicht über sämtliche deutschen Sharing-Konzepte und -Plattformen, bei denen es ums verleihen, verschenken, tauschen und teilen geht. In einer zweiten Übersicht werden sie demnächst den Trend „Mieten statt Besitzen“ aufgreifen.

Auch die KoKonsum-Plattform bietet eine solche Übersichts-Liste an.

Haben Sie Ergänzungen?

 

Social Media Relations: Wertvolle Tipps auf 300 Seiten

Social Media RelationsLeitfaden für erfolgreiche PR-Strategien und Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0

Bücher über Social Media haben Konjunktur! Nicht alle muss man lesen. Anders ist es mit diesem Leitfaden. Was Bernhard Jodeleit hier an Fachwissen durch langjährige praktische Erfahrung zu Papier gebracht hat, ist nicht nur für Neulinge in dem Geschäft lesenswert. Scheinbar ganz nebenbei streut er eine Fülle von Tipps und Informationen ein, deren Wert den Kauf des Buches um ein vielfaches übersteigen. Und das Ganze in einer Erzählkunst, die nur wenigen Autoren gelingt. Sein Stil ist weder oberlehrerhaft noch sprachlich überhäuft von Fachtermini.

Es macht richtig Spass, seinen Gedanken und Schlussfolgerungen, Empfehlungen und Erkenntnissen zu folgen. Leicht verständlich geschrieben und inhaltlich von unschätzbarem Wert. Durch seine Hinweise können auch gestandene PRler Fehler vermeiden und einen interessanten Ausblick in die mobile Social Media-Zukunft erhalten.

Anders als viele andere SocialMedia-Experten konfrontiert Jodeleit den Leser am Anfang mit den Schwierigkeiten, Fallen, Risiken und Nebenwirkungen des Mitmach-Webs. Er lässt den Leser nicht in eine Falle laufen, sondern klärt auf, warnt und drückt erst einmal auf die Gute-Laune-Bremse. Jeder soll selbst einzuschätzen lernen, auf was er sich da einlässt. Sein Credo fällt dann aber umso imposanter aus, wenn man sich denn auf das Thema einlässt:

Über diese Themen gibt  es Wissenswertes:

• Bestandsaufnahme und Chancen
• Social Media Guidelines & Monitoring
• Ganzheitliche Strategie
• Krisenprävention
• Corporate Blogging
• Twitter in der PR
• Google Plus, Xing, Facebook & Co.
• Distributed Conversations
• Konvergenz statt Kampagne
• Mobile Social Media Relations
• Social Media als Change-Prozess und Chance zu einer besseren Unternehmenskommunikation und zur abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit

Inhaltsverzeichnis hier einsehen

Wenn überhaupt Kritik angebracht ist, dann diese: Wünschenswert wären vielleicht mehr Beispiele – insbesondere solche, die auch aus dem KMU-Umfeld stammen.

Autor:
Bernhard Jodeleit ist Gründer der auf integrierte Kommunikationsstrategien und Social Media in der PR spezialisierten Agentur Lots of Ways (www.lotsofways.de). Er hat in jüngster Zeit mehrfach mit Branchenpreisen ausgezeichnete Kommunikations- und Krisenstrategien für Unternehmen und Verbände in den Branchen Nahrungsmittel, Finanzen und Versicherungen, Logistik und Chemie entwickelt. Vor der Gründung seiner eigenen Agentur hat er als Standortleiter und National Practice Leader Social Media für fischerAppelt und mehr als 18 Jahre als Journalist und Pressesprecher gearbeitet. Bei dem Special-Interest-Magazin »connect« verantwortete er neben dem Bereich der vergleichenden Warentests die externe Kommunikation mit Schwerpunkt TV- und Radio-PR.

Produktinformation:

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: dpunkt.verlag GmbH; Auflage: 2., aktualis. u. erw. Aufl. (28. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386490014X
  • ISBN-13: 978-3864900143

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