„Jedes Zeitungshaus sollte sich einen Termin setzen, zu dem es seine Druckerpressen abstellt. „

Jeff Jarvis im Interview mit medienlese.com:

„Wenn wir nur noch die Hälfte der Journalisten hätten, wären es immer noch zu viele“.

Provozierende Aussagen eines amerikanischen Medien-Fachmanns.

„Wozu Zeitung?“ fragt sich das SZ-Magazin und K. Meier gibt eine erste Antwort und Stefan Niggemeier schreibt bissig: „Schöner Sterben mit dem SZ-Magazin“.

Meine Meinung: Man hätte eigentlich mehr erwarten dürfen von einer solch renommierten Zeitung wie der SZ. Zum Beispiel: Welche Formen wird die Zeitung der Zukunft annehmen? Welche Inhalte? Wie aufbereitet? Und welche Vorteile soll die zukünftige Zeitung dem Leser so attraktiv machen, dass er dafür Geld bezahlt oder ein Abo abschliesst? Was unterscheidet die „neue“ Zeitung von der alten – und von Internet-Inhalten? Wie soll in Zukunft das notwendige Geld für Qualitäts-Journalismus aufgebracht werden? Welches Konzept erarbeiten Journalisten dafür? Welche Ideen haben Verleger? Was macht Verleger so sicher, auch in 10 Jahren noch eine Printausgabe herzustellen? Warum sind sie so verdammt langsam und unkreativ bei neuen Entwicklungen? Warum sträubt man sich gegen eine Zusammenarbeit mit erfahrenen Bloggern, LocalNews-Anbietern, Lokalradios, Placebloggern usw.? Warum integriert man kein Networking und weitere Web2.0-Anwendugen konsequent? Warum bildet man keine Dachmarke, um neue Werbemöglichkieten und bessere Vermarktungs-Chancen zu haben (abgesehen vom heutigen OMS-Deal)?

Was meinen Leser dazu? Und welche Stellung nehmen die lokalen Anzeigenkunden ein? Ihre Meinungen sind gefragter denn je – gerade im Web2.0!

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Eine Antwort zu “„Jedes Zeitungshaus sollte sich einen Termin setzen, zu dem es seine Druckerpressen abstellt. „

  1. Gerade hat ja die FAZ mal wieder die Diskussion „bereichert“… http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E67F2AC3CEC9746EC93DC9FF0E5679312~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Und kräftig die Scheuklappen präsentiert.
    Meine Meinung dazu: http://blogts.wordpress.com/2009/05/12/der-grose-online-stempel/

    Sie stellen die ganz richtigen Fragen: Warum ist die Zeitungslandschaft nicht offener für Veränderungen, und grenzt sich einfach panisch ab? Qualitätsjournalismus zeichnet mE aus, dass er sich überhaupt nicht rechtfertigen brauch. Doch dies findet man nicht allzu viel in der „klassischen Zeitung“, leider.

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