Monatsarchiv: April 2009

„Guardian“-Chefredakteur über Medienkrise: „Das alte System ist kaputt“

„Guardian“-Chefredakteur Rusbridger sieht das traditionelle Zeitungsgeschäft am Ende – und lobt die Möglichkeiten des Bürgerjournalismus. VON STEFFEN GRIMBERG, taz

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Social Media News Room

Durch ein Interview von Ulrike Langer mit J. Vollmer wurde ich auf das Thema SocialMediaNewsRoom aufmerksam. Ich bin der Meinung, dass wir die Idee bei unserem WEPS-Relaunch berücksichtigen sollten:

weps-software-logoEin Anfang einer MetaSocialCommunity ist die Einrichtung eines sog. SocialMediaNewsRoom (http://ceekom.org/newsroom/about-social-media-newsroom) – bedeutet: hier läuft der eigene Twitter-Account, man kann von hier aus schreiben, andere auswählen usw. wie auf Twitter selber. Vlt. liesse sich das ja auch mit anderen Diensten noch so gestalten – z.b. skype, icq, bzw. ich kann auf mein eigenes Profil bei Xing, Facebook u.a., um dann direkt dort Eingaben zu machen – geht das, Herr Yavari??????????? Und was könnte man sich noch so vorstellen, —>>>>>>>>>> Pierre?

LocalNews plus Networking – ein Teil der Lösung der Zeitungskrise?

Die Ideen von Robert Basic kommen meinem Konzept einer Verflechtung von LocalNews und SocialNetworking sehr nahe. Einige Unterschiede sind aber anmerkenswert:

1. Basic will selbst ‚Verleger‘ werden und nimmt damit die Initiative selbst in die Hand.
Das ist vom Ansatz her möglicherweise der bessere, weil dynamischere Weg, als bei Verlagen, Placebloggern, Lokalradios, Wikis, LocalNews-Anbietern usw. um Mitarbeit zu buhlen. Andererseits gibt es ja schon eine Menge von – auch qualifizierten – Menschen, die sich des Themas angenommen haben, aber noch nicht die Networking-Komponente integriert und gelöst haben.

2. Basic lässt nur kurze Meldungen a la Twitter zu.
Seiner Begründung, die Menschen hätten nicht viel Zeit, um lange Berichte über Lokales und Regionales zu lesen, kann ich nicht ganz folgen. Wenn Menschen ein Thema interessiert – und das entscheiden sie ja selbst – dann möchten sie viel zu diesem Thema erfahren. Deshalb wäre mein Vorschlag: Themen in Kurzform anreißen, aber bei Klick tiefergehende Info erhalten.

3. Networking-Konzept wird im Basic-Modell nicht klar.
Sollen in seinem Konzept die ‚einfachen‘ Basis-Networking-Module zum Einsatz kommen oder bieten die Seiten mehr Web2.0-Möglichkeiten? Gibt es eine Aufteilung in Consumer und Business oder welche Gruppen bekommen Möglichkeiten des Austausches? Meine vorhandene Software ist durch einige Erweiterungen und Ergänzungen (bspw. Google maps, Video-Streaming) einsetzbar und komfortabel genug, um ein solches Projekt zu unterstützen.

4. Basic bietet nur Kleinanzeigen in der rechten Spalte an.
Das, wenn ich es richtig verstanden habe, erscheint mir ein wenig einfallslos. Unternehmen möchten – wie in Printprodukten auch – unterschiedliche Möglichkeietn der Präsentation erhalten. Deshalb sollten – wie in meinem Konzept – auch unterschiedliche Präsentationsformen angeboten werden.

5. Nationale Dachmarke
Robert Basic installiert mit seinem Verlag die Dachmarke, die ich bei vielen Diskussionen mit interessierten Verlagen und in Blogs, Foren und Fachpresse-Artikeln immer wieder fordere. Aber nur damit scheint eine vernünftige Größenordnung erreichbar, nur so verschafft sich eine Community Gehör!

Dieses Thema ist sehr vielfältig, aber unsere Ideen von einer digitalen Zeitung ist umsetzbar, bezahlbar und beim Leser beliebt! Weil es ihm auf einer Plattform viele Möglichkeiten der Orientierung, Vernetzung und Problemlösung bietet. Vielleicht ergibt sich auch eine sinnvolle Kombination aus seinen und meinen Ideenansätzen.

Wer sich noch ein wenig mehr informieren will, bei Xing habe ich schon im letzten Jahr Teile meines Konzeptes in die Diskussion einfließen lassen:

Verlage müssen sich ändern oder untergehen
Zeitung wollen ein größere Stück vom Werbekuchen
Kein Placeblogger, aber…
Zeitunsgverlage hatten bisher ein gutes Image
Nationale Dachmarke verbessert Einnahmestrategie der Tageszeitungen

Print ist tot? WUVMedia_3_2009_Dachmarken

Nachträgliche Anmerkungen:
Meine früheren Beiträge waren immer aus der Sicht geschrieben, dass sich TZ-Verlage von meinem Konzept überzeugen liessen. Denn sie haben sicherlich die besten Voraussetzungen im Leser- und Anzeigen-Markt und sind organisatorisch perfekt auf ein solches Szenario vorbereitet. Allerdings war mir auch klar, dass Verleger schwerfällig sind und solchen Entwicklungen „aus Tradition“ skeptisch gegenüber stehen. Deshalb bin ich dem Weg von R.B. nicht abgeneigt, empfehle aber, die vielen Aktiven, Journalisten, Lokalradios etc. in die Überlegungen zu integrieren.

Bemerkswert halte ich auch die absolute Offenheit Basic’s bei Businessplänen, Mitarbeiter- und Finanzplänen – vielleicht in der heutigen Internetwelt ein wichtiger Baustein zum Erfolg.

Der Leser merkt’s schon nicht

Man muss ja nicht mit allem einverstanden sein, was Herr Ziesemer (Chefredaktuer des Handelsblattes) auf einer Tagung so von sich gibt.

Klaus Jarchow nimmt bei seinen Kommentaren zu einigen eher übertonierten Formulierungen eines (zu) langgedienten Jorunalisten denn auch kein Blatt vor den Mund. Und was sagt der junge Leser von Tageszeitungen dazu? Ach ja, wo findet man ihn? Er nimmt dann eben doch die Blogger ernster, als es Herrn Ziesemer lieb ist – auch, oder gerade weil sie nicht so viel verdienen, wie er? Und anscheinend auch nicht so viel „dummschwätzen“, wie er das den Zuhörern einer Tagung von Wirtschaftsjournalisten nahebrachte.

Kein Zweifel, wir brauchen den Qualitäts-Journalismus – ob wir den heutigen Verleger noch brauchen, diese Frage habe ich in einem Beitrag schon mal gestellt. Brauchen wir auch noch Journalisten, die die Medienrealitäten nicht anerkennen? Wie ist Ihre Meinung?

Regionalverlage suchen ihre Zukunft im Hyperlokalen

Anton Simons berichtet von der BDZV-Fachtagung und bestätigt unsere Ansichten über „Überlebenschancen“ von Tageszeitungsverlagen.

Neuer Verlagsschreck aus den USA

Stefan Winterbauer schreibt bei MEEDIA über eine neue Idee, die in den USA bei einer Tageszeitung eingeführt wurde:

Mit True/Slant ist ein neuer Verlagsschreck aus den USA an den Start gegangen. Das Web-Angebot mischt Elemente des klassischen Journalismus mit denen von Social Networks und Twitter. Man kann einzelnen Autoren „followen“, diese wiederum sollen an Werbe-Erlösen auf ihren Seiten beteiligt werden. Gegründet wurde True/Slant von dem ehemaligen AOL-Manager und „Wall Street Journal“-Journalisten Lewis Dvorkin.

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Interview mit einem Profi-Blogger

Wie oft muss ich mein Blog updaten?
Brauche ich als Unternehmen ein Blog?
Welche Kontrolle habe ich über die Einträge?

Praktische Fragen zum Bloggen beantwortet von einem Blogger:
Michael Hülskötter erstellt für namhafte Hersteller der IT-Branche Blogeinträge. Außerdem ist er Autor des ‚IT-techBLOG.de‘, des ’software-dev-blog.de‘ sowie des ‚blog.familien-dsl.de‘. Dabei kommt ihm auch zugute, dass bei Facebook und Twitter hochgradig vernetzt ist.