Zeitungsverlage hatten bisher ein gutes Image

Zeitungs-Verlage sollten sich auf ihre bisherige gute Verankerung in der Region sowohl bei Lesern als auch bei werbungtreibenden Unternehmen stützen. Das ist ein Vorteil,  den nur wenige andere Medienunternehmen in einer Region haben.

Mit diesem Pfund im Rücken haben sie die Möglichkeit und Chance – besser als jeder andere – die neuen Medien im Internet zu etablieren. Verlieren sie erst einmal diesen Ruf in ihrer Stamm-Klientel, dann wird es um so schwieriger, mit neuen Ansätzen zu experimentieren. Bei jungen Lesern müssen sie sich diesen Ruf noch erarbeiten. Das können sie aber nur über ein Internet-Angebot, um diese Zielgruppe zu gewinnen und evtl. langfristig zu binden (Dem Artikel des Hamburger Abendblattes kann ich keinen rechten Glauben schenkenman informiere sich stattdessen auch einmal neutral bei der Stiftung Lesen).

Alle anderen Medien- bzw. LocalNews-Anbieter haben es entsprechend schwer. Dazu gehören auch ehemalige Journalisten, Placeblogger, Regional-Wikis und Semi-Profis. Möglicherweise sind noch Lokalradios und mit Abstrichen Kommunen in der Lage, in einem ausreichend großen Gebiet Fuß zu fassen und Internet-Angebote mit qualitativ hochwertigen lokalen und regionalen Nachrichten anzubieten, die auch gelesen und finanziert werden können.

Wenn wir weiterhin Meinungs-Vielfalt in Deutschland wünschen und nicht nur einige wenige Verlage die Nachrichten-Hoheit übernehmen sollen, dann muss sich auch bei der Lokal-Presse schnell etwas bewegen.

Weitere Infos:

Journalismus in Zeiten der Wirtschaftskrise

USA – Internet schlägt Zeitung als Informationsquelle

Das Verschwinden der Zeitung?

Das Verschwinden der Zeitung – Oder wie der Journalismus gerettet werden kann – Rezension von Stephan Alexander Weichert

Soziale Netzwerke befördern eine neue Lesekultur

Allensbach besorgt um Tageszeitungen

Kommunikations- und Medienbericht der Bundesregierung

Kleiner Verlag verdient großes Geld im Internet

XING & Co.: Die neuen Aggregationsmächte im Nachrichtenmarkt?

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Eine Antwort zu “Zeitungsverlage hatten bisher ein gutes Image

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